Mit dem heutigen Tag stellt der kalifornische Halbleiter-Spezialist NVIDIA die beiden Mainboard-Chipsätze GeForce 9400 und GeForce 9300 vor. Neben ausreichender Grafikleistung will NVIDIA mit den neuen Produkten vor allem in den Bereichen Energieeffizienz und einer breiten Feature-Liste punkten.
Bei den neuen Chipsätzen – von NVIDIA als mGPU bezeichnet um die Grafikfähigkeiten zu betonen – handelt es sich in beiden fällen um eine Ein-Chip-Lösung. Generell unterscheiden sich die beiden Chipsätze lediglich in deren Taktung der Grafikeinheit und basieren ansonsten auf der gleichen, unter dem Codenamen MCP7A laufenden, Architektur und weisen die gleiche Merkmale auf. Sowohl GeForce 9400 als auch GeForce 9300 richten sich hierbei vorwiegend Notebooks und Einsteiger-Systeme.
Aus technischer Sicht bietet der Chip 20 PCI-Express-Lanes (Vesion 2.0) die auf einen x16- und einen x4-Slot aufgeteilt sind. Außerdem stehen sechs SATA-(2.0)-3Gbps-Ports, Gbit-LAN sowie ein 7.1 Sound-Audio-Controller (Azalia) bereit. Die Prozessorunterstüzung beläuft sich auf die gängigen Intel Prozessoren in Form von Core 2, Pentium D und 4 und dem Celeron (D). Speicherseitig kann der MCP7A sowohl DDR2 (bis DDR2-800) als auch DDR3-Speicher (bis DDR-1333) ansteuern. Über die schlussendliche Umsetzung entscheiden in diesen Punkten die einzelnen Mainboard-Hersteller. Ebenso verhält es sich mit der HybridPower-Technik (selektive Deaktivierung der diskreten Grafikkarte im Betrieb), die laut NVIDIA nicht bei allen Mainboards anzutreffen sein wird. Unterstützung für CUDA und GeForce Boost (SLI mit mGPU und diskreter Low-Cost-Grafikkarte) ist hingegen herstellerunabhängig auf allen Mainboards vorhanden.
| GeForce 9400 | GeForce 9300 |
| CPU | Core 2 Family Pentium D Pentium 4 Celeron D Celeron | Core 2 Family Pentium D Pentium 4 Celeron D Celeron |
| FSB | 1333 Mhz | 1333 Mhz |
| Memory Interface | Dual-channel DDR2-800 / DDR3-1333 | Dual-channel DDR2-800 / DDR3-1333 |
| Shader Processors | 16 | 16 |
| Texture Mapping Units | 8 | 8 |
| Core/Shader Clocks | 580/1400 MHz | 450/1200 MHz |
| PCI-Express 2.0 | 20 lanes 1 × 16 4 × 1 | 20 lanes 1 × 16 4 × 1 |
| SATA drives | 6 | 6 |
| RAID | 0, 1, 0+1, 5 | 0, 1, 0+1, 5 |
| Networking | 10/100/1000 | 10/100/1000 |
| USB ports | 12 / 2C | 12 / 2C |
| PCI Slots | 5 | 5 |
| Audio | HDA (Azalia) | HDA (Azalia) |
| HD Audio Support | 7.1 LPCM | 7.1 LPCM |
Die Grafikeinheit verfügt über 16 Stream-Prozessoren (ein Vec16-Rechenwerk) und 8 Texture Mapping Units. Die Taktraten liegen für den GeForce-9400-Chip bei 580/1400 MHz (Chip/Shader-Takt) und 450/1200 MHz bei dem GeForce-9300-Chip. Damit kommt die Grafikeinheit des GeForce 9400 immerhin auf eine, für einen IGP durchaus beachtliche, theoretische Rechenleistung von 67,2 GFLOPs (MADD+MUL) und die GeForce-9300-mGPU immerhin noch auf 57,6 GFLOPs. Des Weiteren bieten beide Modelle dank des integrierten VP3 (Video Prozessor 3) volle HD-Beschleunigung sowohl für VC-1 als auch H.261, was insbesondere für HTPCs von Interesse seien dürfte.
[ls]