Vor kurzem hatte AMD
bekannt gegeben, dass man zusammen mit Advanced Technology Investment Company aus Abu Dhabi ein neues Halbleiterunternehmen gründen und dort dann einen Teil der Produktion auslagern wird. Intel befürchtet jedoch, dass dadurch gegen das Lizenzabkommen verstoßen wird, welches es AMD erlaubt Intels x86-Befehlssatz verwenden zu verwenden. In einer offiziellen Stellungnahme von AMD wurden diesen Befürchtungen nun widersprochen.
Wie Intel durch Sprecher Chuck Mulloy der
eWEEK mitteilte, geht es bei den Zweifeln vor allem um den Schutz von Intels Patenten, die man durch die Beteiligung eines Dritten an der Produktion als gefährdet ansieht. Ferner forderte Intel AMD auf eine komplette und ungekürzte Fassung des Abkommens zu veröffentlichen, damit Intel Einblick in die Tragweite der Ausgliederung und den Ablauf der Produktion bekommt.
Dem gegenüber erklärte AMDs Sprecher Phil Hughes, dass man die Patente und auch das Lizenzabkommen nicht gefährdet. AMD betonte, das man das Eigentum Intels respektiert, genauso wie man es umgekehrt von Intel erwartet. Der Aufforderung Intels das Abkommen vollständig offen zu legen, wird AMD jedoch auf keinem Fall nachkommen. Wie AMD mitteilen ließ, ist dieses Abkommen Teil eines geschäftlichen Dokuments und nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.
Sollte Intel dennoch darauf bestehen, das Abkommen zu prüfen, so verwies AMD bereits jetzt darauf, dass es in diesem Fall eine Klärung über die Rechtsanwälte stattfinden müsse. Spekulationen lassen verlauten, dass Intel den Disput dazu nutzen könnte, AMD aufzufordern die Klagen gegen Intel wegen Ausnutzung der Marktstellung fallen zu lasen und AMD dafür im Gegenzug freie Fahrt für ihre Auslagerung bekommt.
[dk]